Akne

Um gleich am Anfang mit einem Vorurteil aufzuräumen: Wer Akne hat, wäscht sich nicht zu wenig, sondern dessen Haut ist krank. Man könnte von einer Volkskrankheit sprechen, denn fast jeder hatte in der Jugend oder auch im Erwachsenenalter in irgendeiner Form mit ihr zu kämpfen. Doch warum entstehen plötzlich diese schmerzhaften und unansehnlichen Pickel?

Unsere Haarwurzeln stecken in kleinen Säckchen unter der Haut, den Follikeln. Um Haare und Haut geschmeidig zu halten, sitzen um diese Haarfollikel Drüsen, die Talg produzieren. In der Kindheit sind diese noch sehr klein, später, in der Zeit der Pubertät, verändert sich der Hormonhaushalt und es beginnt die Produktion von Sexualhormonen bei Mädchen und Jungen. Die Knochen wachsen, die Muskeln werden größer. In der Haut stimulieren diese Sexualhormone unter anderem die Talgproduktion. Das Gesicht sieht dann oft leicht glänzend aus und die Haare fetten schneller, weil die Talgdrüsen zu viel davon produzieren. Es vermehren sich außerdem die Hornzellen. Sie sind die oberste Hautschicht und bilden die Ausgänge der Talgdrüsen aus. Gibt es zu viele Talgdrüsen, kleben die Zellen mit dem Talg zusammen und verstopfen diese Ausgänge. Der Talg kann nicht mehr weg. Das ist dann die Geburtsstunde eines Pickels. Ist der Ausgang offen, erkennt man den Pickel als schwarzen Fleck. Dunkel ist er aber nicht, weil es sich dabei um Schmutz handelt, sondern weil sich an der Spitze Melanin angesammelt hat. Das ist das Pigment, das auch unsere Haut und Haare einfärbt.

Akne-Bakterium

Bleibt der Zellausgang durch den Talg verschlossen, wächst der Pickel unter der Haut weiter. Für das eigentlich harmlose Akne-Bakterium, das in den Talgdrüsen der Haut lebt, sind das paradiesische Bedingungen: Es ernährt sich von dem Talg, vermehrt sich nun munter und stellt Stoffe her, die zu einer Entzündung führen. So entstehen die ersten roten, schmerzhaften Knötchen und Pusteln – Akne.

Doch nicht nur bei jungen Frauen und Männern kann es zu Akne kommen, einige Frauen haben in der Schwangerschaft oder vor ihrer Menstruation dieses Ärgernis. Durch die Veränderung des Hormonspiegels neigen bis zu 40 Prozent aller Frauen zu Akne, nur 22 Prozent der Männer haben noch in einem Alter über 25 Jahren mit Pickeln zu kämpfen.

Ein unabänderliches Schicksal?

Mit der innovativen IPL-Technologie (intensives pulsierendes Licht) wird die Akne nicht nur zerstört, sondern sogar vernarbte Stellen abgemildert. Das Licht dringt unter die Haut und heizt das Hämoglobin in den feinen Blutgefäßen in der Haut auf. Den Talgdrüsen werden kleine Verletzungen zugefügt, das Ergebnis ist eine Verminderung der krankhaften Überproduktion des Talgs. Man geht bisher von vier Behandlungen aus, die Anzahl ist jedoch immer abhängig von der Stärke  und Größe der zu behandelnden Fläche.

Vorteile einer IPL-Behandlung:

  • deutlich hautschonend
  • keine Zerstörung von Hautzellen
  • großflächige Behandlung möglich
  • schmerzarm
  • frühzeitige Therapie kann Aknenarben vorbeugen
  • meist innerhalb eines Monats erfolgreich
  • langfristige Behandlungserfolge durch Studien belegt

In mehreren Studien wird belegt, dass IPL Akne effektiv bekämpfen kann. Bei allen Testpersonen war bereits nach der ersten IPL-Behandlung eine deutliche Verbesserung der Symptome sichtbar und nach der dritten Behandlung waren die Pusteln im Durchschnitt um 60 % geringer.

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